Mehrstöckiges Geschäftshaus an einer belebten Fußgängerzone mit mehreren Passanten und Bäumen.
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Peiner Heimstätte

Wie bezahlbares Wohnen für Azubis Innenstädte zukunftsfähig macht

Wohnraum ist im Peiner Land vergleichsweise günstig, trotzdem ist die erste eigene Wohnung gerade zu Beginn des Berufslebens eine finanzielle Herausforderung. Gleichzeitig sind Fachkräfte knapp – damit der Beginn einer Ausbildung also nicht an der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung scheitert, plant die Peiner Heimstätte im Stadtzentrum ein besonderes Großprojekt: Die Tochter der Stadt Peine hat das Geschäftshaus an der Breiten Straße / Ecke Querstraße gekauft, um dort Wohnungen für Auszubildende zu bauen. Davon profitieren junge Menschen am Anfang des Berufslebens, die wiederum die Innenstadt beleben. 

„Mit dem Projekt schaffen wir dringend benötigten Wohnraum für Auszubildende mitten in der Peiner Innenstadt. Gerade junge Menschen, die ihre Ausbildung beginnen, haben oft Schwierigkeiten, bezahlbare und gut gelegene Wohnungen zu finden“, sagt Sven Gottschalk, Geschäftsführer der Peiner Heimstätte. „Gleichzeitig beleben neue Bewohnerinnen und Bewohner die Innenstadt auch außerhalb der Geschäftszeiten. So verbinden wir soziale Verantwortung mit einer nachhaltigen Entwicklung des Standorts.“ Mehr Wohnen in der Innenstadt ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Entwicklung der Innenstadt.

Neues Geschoss für zusätzlichen Wohnraum in der Innenstadt

Geplant sind auf zwei derzeit ungenutzten Etagen 26 Wohnungen zwischen 18 und 25 Quadratmetern Größe, darunter Ein-Zimmer-Wohnungen mit Bad und Kochnische und Doppel-Wohnungen mit gemeinsam genutzter Küche und Badezimmer sowie eine Wohnung für eine Wohngemeinschaft mit fünf Personen. In einem zusätzlichen Staffelgeschoss werden zwei weitere Wohnungen mit je 80 bis 90 Quadratmetern entstehen. Gebaut wird die zusätzliche Etage in Holzbauweise – das hat zum einen statische Gründe, zum anderen ökologische Vorteile durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe.

Die Lage des Gebäudes mitten in der Peiner Innenstadt ist ideal: „Für das Projekt ist eine verkehrsgünstige Lage wichtig, damit die Auszubildenden auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Ausbildungsplatz erreichen können“, sagt Gottschalk dazu. „Zudem wollen wir mit dem Projekt die Innenstadt stärken und zu einer Belebung beitragen.“ Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 5,5 Millionen Euro, als Unterstützung erwartet die Peiner Heimstätte einen Förderkredit der NBank in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Der Bauantrag ist eingereicht, voraussichtlich Ende Juli / Anfang August soll der Umbau starten.

Grundriss und perspektivische Ansicht eines schlichten Apartments mit Bett, Tisch, Stühlen, Schrank und Pflanzen. Grundriss und 3D-Darstellung: So sollen die Wohnungen aussehen.

Warmmiete von 380 Euro je Wohnheimplatz

Läuft beim Bau alles wie geplant, kann der Erstbezug der Wohnungen im August 2027 erfolgen. Geplant ist, dass sich Auszubildende bei der Heimstätte gegen Vorlage des Ausbildungsvertrags für die Wohnungen bewerben. Die anfängliche Warmmiete für Auszubildende soll 380 Euro pro Wohnheimplatz betragen. Die beiden Wohnungen im Dachgeschoss werden losgelöst vom Förderprogramm der NBank erstellt und von der Peiner Heimstätte zu einer marktüblichen Miete angeboten. 

Die Apartments für die Auszubildenden werden möbliert vermietet. „Gemeinsam mit den Architekten haben wir uns Gedanken über eine möglichst effiziente Ausnutzung der Räume gemacht“, erklärt Gottschalk. „Zudem erspart dies den Auszubildenden eine weitere Anfangsinvestition für die Ausstattung der Wohnung und erleichtert so den Berufseinstieg.“ Die Wohnungen werden den Azubis während ihrer Ausbildungszeit zur Verfügung stehen. Im Anschluss will die Heimstätte die Berufsanfänger bei der Suche nach einer neuen Wohnung unterstützen. 
 

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